Mitreißend, sozialkritisch und stimmgewaltig, Troy Petty bringt zum ersten Geburtstag seines Albums „Director’s Cut“ das Video zum emotionalem Song „Rebel Bones“ heraus

Ein Mann mit weißer Maske starrt auf einen Fernseher ohne Bild. Aus der einen Person wird eine Gruppe. Alle sitzen in einer Kirche und schauen starr auf ihre Handys. Niemand ist zu erkennen, alle sind anonym. Die untermalende Musik klingt düster, nachdenklich. Dann schwenkt die Kamera auf den US-amerikanischen Sänger und Songwriter Troy Petty. Er ist in Dunkelheit gehüllt und singt die ersten Zeilen, „Are you still alive? Blinking once in a while. Staring down your hand. Holding your zombie flag. Are you really real?“ Ein emotionaler Einstieg in Troy Pettys neues Video zum Song „Rebel Bones”. Es kommt am Dienstag, 5. Mai, genau ein Jahr nach Erscheinen des dazugehörigen Albums „Director’s Cut”, heraus. Troy Petty, der seit einem Jahr in Jade lebt, knüpft mit dem neuen Video nahtlos an sein Album an.

Immer wieder schwenkt die Kamera zwischen den Maskenmenschen und Troy Petty. Die Akustik in der Kirche zieht den Zuhörer in den Bann, Pettys Worte auch: „Are you still alive in your rebel bones? Let go. You still alive in your rebel soul? Let go! Let go!“, singt er und der kirchenspezifische Hall sorgt für Gänsehaut.

Die Botschaft des Songs, „Rebel Bones“ beschreibt unsere modernen Zeit, in der die Menschen der ausgeklügelten Technologie verfallen sind und dadurch mit Identitätsverlust zu kämpfen haben. Verbindungen zwischen den Menschen finden zunehmend virtuell statt, was droht nach und nach die Seele zu zerstören. Um ihre natürliche Balance wiederzuerlangen, müssen sie gegen die neue Normalität rebellieren. Der Ausruf „Lass los” will dazu auffordern, die natürliche Verbindung zwischen den Mensche und zur Welt wieder herzustellen. „Rebel Bones“  ist eine emotionale Ballade mit Rockelementen. Durch den Song ziehen sich Loop-Gitarren und spacige Effekte. Alles gipfelt in der gesanglichen Botschaft Troy Pettys: die irdische Welt loslassen, um die Seele zu retten.

Wie „Rebel Bones“ bewegt sich auch das gesamte aktuelle Album „Director’s Cut“ zwischen Indie und Alternative, zwischen akustischem und experimentellem Pop. Aber vor allem ist es persönlich, emotional und dynamisch. Troy Petty singt von den beiden Extremen menschlicher Emotionen: Melancholie und Freude, vom inneren Kampf mit dem eigenen Ego, mit Sehnsucht, Reue, Verlust und Heilung.

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